Konzerte 2016

Freitag, 2. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Berlin-Treptow, Bekenntniskirche
Plesser Straße 4
Samstag, 3. Dezember 2016, 17.00 Uhr
Lychen, Stadtkirche
Sonntag, 4. Dezember 2016, 17.00 Uhr
Steinhöfel, Dorfkirche
Weihnachtskonzert

Werke von Giovanni Gabrieli,
Tomás Luis de Victoria, Samuel Scheidt,
Johannes Brahms, Francis Poulenc u.a.

Berliner Vokalkreis
Leitung: KMD Matthias Jacob

 

 

 

 

Sonntag, 18. September 2016, 18.00 Uhr
Berlin-Lichtenberg, Erlöserkirche
Nöldnerstraße 43, 10317 Berlin
Bach-Kantate im Gottesdienst
J.S. Bach Kantate
“Gott ist unsre Zuversicht”
BWV 197

außerdem:
Johann Christoph Altnikol (1719-1759)
“Nun danket alle Gott”
Motette zu fünf Stimmen BWV Anh. 164

Johann Sebastian Bach
“Friede über Israel”
Schlusschor aus der Kantate
“O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe” BWV 34

Doerthe Maria Sandmann – Sopran;
Dörthe Haring – Alt;
Sebastian Bluth – Bass;
Berliner Vokalkreis;
Orchester Concertino Berlin auf Barock-Instrumenten

 

 

 

WGH KWege. – Grenzen. – Horizonte.
Chorkonzert a cappella
mit Werken von
Gottfried August Homilius,
Ernst Friedrich Richter,
Wilhelm Weismann,
Ernst Pepping

Samstag, 18. Juni 2016, 18.00 Uhr
Taborkirche Berlin-Wilhelmshagen
Schönblicker Straße, 12589 Berlin
Eröffnungskonzert
des 20. Musiksommers am Müggelsee

Sonntag, 19. Juni 2016, 17.00 Uhr
Beeskow, St. Marien
Brandstraße 35, 15848 Beeskow
Musik für St. Marien CCXXVI

Gottfried August Homilius (1714-1785)
Motetten

Ernst Pepping (1901-1981)
“Das gute Leben”

Wilhelm Weismann (1900-1980)
Psalm CXXI

Ernst Friedrich Richter (1808-1879)
Psalmmotetten

 

 

2016 Schattenstrahlen web

Orgel: Stefan Kießling

Sonntag, 24. April 2016, 17.00 Uhr
Stadtkirche St. Laurentius Köpenick
Alt-Köpenick, 12555 Berlin
(Köpenicker Sonntagskonzerte)

Donnerstag, 5. Mai 2016, 19.00 Uhr
Dom zu Verden (Aller)
Lugenstein 10-12, 27283 Verden (Aller)
Eröffnung der Verdener Sommerkonzerte

Freitag, 6. Mai 2016, 19.00 Uhr
Niedernstöcken, St. Gorgonius
Kirchende 3,
31535 Neustadt am Rbge.

Samstag, 7. Mai 2016, 17.00 Uhr
Seehausen, St. Petri
Kirchplatz 3,
39615 Seehausen
(Eintritt 8, erm. 5 EUR)

 

Schumann Robert Zeichnung Bonaventure_Laurens

Unter den etwa sechs Dutzend Chorwerken von Robert Schumann gelten die posthum als op. 141 veröffentlichten “Vier doppelchörigen Gesänge für größere Gesangvereine” als die bedeutendsten. Sie entstanden im Oktober 1849 für den Dresdner Chorgesangverein, den das Ehepaar Schumann erst vor weniger als zwei Jahren gegründet hatte. Die zugrundeliegenden Dichtungen von Friedrich Rückert, Joseph Christian Freiherr von Zedlitz und Goethe stehen auf der Grenze zwischen weltlicher und geistlicher Sphäre. Das Verhältnis von Kunst und Religion, der Gegensatz von Kunstreligion und religiöser Kunst beschäftigte Schumann und seine Zeitgenossen stark. Wie konnte eine Kirchenmusik aussehen, die gleichzeitig Konzertmusik auf der Höhe der Zeit sein sollte? Schumanns Antwort darauf entstand mit der Missa sacra c-Moll op. 147 und dem Requiem Des-Dur 1852 in Düsseldorf, wo Schumann als städtischer Musikdirektor neben Abonnementskonzerten jährlich vier große Konzerte in den beiden größten katholischen Kirchen der Stadt auszugestalten hatte. Eine Aufführung dieser beiden großen Werke für Soli, gemischten Chor und Orchester erlebte der Komponist nicht mehr. Eine von Schumann selbst stammende Fassung der Messe für Chor und Orgel erlaubt es Ensembles, die kleiner sind als die Massenchöre des 19. Jahrhunderts, dieses selten zu hörende Werk aufzuführen.

Peter Härtling beschrieb seinen Roman “Schumanns Schatten” im Untertitel mit “Variationen über mehrere Personen”. Ob die Schatten schon stärker über seiner späten Chormusik liegen als die Strahlen seiner Visionen, möchte der Berliner Vokalkreis gemeinsam mit den Hörenden erkunden.

Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion
BWV 245

2016-03-13 Bach JohPassSonntag, 13. März 2016, 18.00 Uhr
Taborkirche Berlin-Wilhelmshagen
Schönblicker Straße, 12589 Berlin

Barbara Kind – Sopran
Dörthe Haring – Alt
Stephan Scherpe – Tenor
Sebastian Bluth,
Marek Kalbus – Bass
Berliner Vokalkreis,
Orchester Concertino Berlin
auf Barock-Instrumenten
Leitung: Johannes Raudszus

Eintrittskarten zu 6,50 bis 15 €
im Vorverkauf und an der Tageskasse
(Ermäßigung für Schüler, Studenten, Arbeitslose)

 

 

Bach Johannespassion Autograph S. 1 kÜber Jahrhunderte hinweg wird die Leidensgeschichte Jesu nach den Evangelien in der höchsten Form der gehobenen Rede, im Gesang vorgestellt. Große und weniger große Komponisten haben all ihre Kunstfertigkeit in die Musikalisierung dieses Stoffes gesteckt. Heute haben wir wie kaum eine Generation vor uns die Möglichkeit, musikalische Werke aus den unterschiedlichsten Traditionen, Regionen und Zeiten zu hören und zu vergleichen. Lange verachtete und belächelte Namen, die nur noch von Lexikon zu Lexikon weitergetragen wurden, erfahren heute neue Beachtung und Wertschätzung.  Ein erstaunlicher Effekt dieses nicht mehr verengten Blickes ist, daß die Werke der schon seit langem “Großen” oft noch größer werden, nun wo man Lehrer, Zeitgenossen und Schüler besser kennenlernen kann.
So geht es einem auch, wenn man wieder die Gelegenheit hat, in das große Haus von Johann Sebastian Bachs “Johannespassion” einzutreten. Neue Säle und Kammern, neue Fenster, Aus- und Einblicke tun sich auf.
Johann Sebastian Bach soll fünfmal die Passionserzählung vertont haben. Nur seine Kompositionen auf die Texte der Evangelisten Johannes und Matthäus sind erhalten. Eine Passion nach Markus kann in gewissen Anteilen rekonstruiert werden. Die Johannespassion erklang in Bachs erstem vollem Kalenderjahr als Thomaskantor in Leipzig 1724 zum ersten Mal. Bis 1722 hatte sein Vorgänger Johann Kuhnau sehr viel schlichtere Vertonungen musizieren lassen.
Bach ergänzte den Evangelientext durch Choräle und für die Arien durch freie Dichtungen des nicht mehr ganz zeitgemäßen Hamburger Dichters Barthold Hinrich Brockes, die jeder barocken Oper gut angestanden hätten. Man nimmt an, daß Bach die Verse von Brockes durch den erst 24jährigen Leipziger selfmade-Poeten Picander etwas modern aufpolieren ließ. Was dabei als Gesamtkunstwerk herauskam, muß in Leipzig wie ein Komet niedergegangen sein.
Dieses Erlebnis in einem musikarmen Alltag, der allein mit dem selbstgesungenen Liedchen, den Musikanten in Schenken und der Kurrende auf der Straße Töne bekam, läßt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Trotzdem empfinden wir sicher immer noch den Überschuß an Ausdruckskraft, Dramatik und Kunstfertigkeit, der aus dieser Komposition quillt und bis heute die Herzen angreift und bewegt.

 

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